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GitHub-Collaboration-README

Diese Anleitung beschreibt, wie wir auf GitHub sauber zusammenarbeiten:

  • mit Issues
  • mit Branches
  • mit Pull Requests
  • mit Reviews
  • mit klarem Übergang zwischen Planung und Umsetzung

Grundprinzip

Gute Zusammenarbeit auf GitHub folgt einem einfachen Ablauf:

  1. Problem oder Aufgabe wird sichtbar
  2. Das Thema wird als Issue festgehalten
  3. Es wird in GitHub Projects priorisiert
  4. Die Umsetzung läuft auf einem Branch
  5. Änderungen kommen als Pull Request ins Review
  6. Nach Merge ist der Stand nachvollziehbar abgeschlossen

Kurz:

Nicht direkt im Code anfangen. Erst sichtbar machen, dann umsetzen.


1. Issues richtig nutzen

Ein Issue ist die kleinste saubere Einheit für verfolgte Arbeit.

Nutze Issues für:

  • Bugs
  • Features
  • Verbesserungen
  • Doku-Aufgaben
  • operative Aufgaben

Ein gutes Issue enthält

  • klaren Titel
  • Kontext
  • Ziel
  • Akzeptanzkriterien oder Definition of Done
  • falls nötig Screenshots, Links oder Beispiele

Gute Titel

  • Fix broken navigation on mobile menu
  • Add setup guide for GitHub Discussions
  • Document repository onboarding flow

Schlechte Titel

  • Bug
  • Problem
  • Muss gemacht werden

2. Labels geben Orientierung

Labels helfen, Arbeit schneller zu verstehen.

Empfohlene Label-Gruppen:

  • Type: bug, feature, docs, research, ops
  • Priority: P0, P1, P2
  • State: blocked, ready, needs-review
  • Area: website, automation, infra, docs

Regel:

Lieber wenige saubere Labels als 60 unklare Labels.


3. Branches mit Sinn anlegen

Ein Branch ist der Arbeitsraum für genau eine Änderung oder eine eng zusammenhängende Änderung.

Empfohlene Branch-Namen:

  • feat/github-discussions-guide
  • fix/mobile-nav-overlap
  • docs/profile-readme-guide

Gute Regeln:

  • ein Branch pro Thema
  • keine Sammel-Branches für 10 verschiedene Sachen
  • Branch-Namen kurz und klar

4. Pull Requests richtig nutzen

Ein Pull Request ist nicht nur der Merge-Button, sondern der offizielle Review-Raum.

Ein guter PR erklärt:

  • was geändert wurde
  • warum es geändert wurde
  • was nicht Teil des PR ist
  • wie man es prüft

Gute PR-Struktur

## What
Kurze Zusammenfassung der Änderung

## Why
Warum diese Änderung wichtig ist

## Scope
- was enthalten ist
- was bewusst nicht enthalten ist

## Validation
- getestet durch ...
- geprüft auf ...

5. Draft PRs früh nutzen

Wenn Arbeit noch nicht fertig ist, kann ein Draft Pull Request sehr hilfreich sein.

Damit kann man:

  • früh Feedback holen
  • Richtung abstimmen
  • Review vorbereiten
  • Sichtbarkeit schaffen

Regel:

Lieber früh als Draft sichtbar sein als spät mit einer riesigen Überraschung kommen.


6. Reviews sollen besser machen, nicht blockieren

Review bedeutet:

  • Logik prüfen
  • Klarheit prüfen
  • Risiken sehen
  • Verbesserungsvorschläge machen

Review bedeutet nicht:

  • Statusspielchen
  • Ego-Debatten
  • vage Kritik ohne Lösungsvorschlag

Gutes Feedback ist:

  • konkret
  • respektvoll
  • nachvollziehbar
  • lösungsorientiert

7. Issues, Projects, PRs und Discussions hängen zusammen

Die vier Bausteine haben unterschiedliche Rollen:

Werkzeug Aufgabe
Discussions Denken, Fragen, Ideen, Klärung
Issues konkrete verfolgte Arbeit
Projects Priorisierung und Sicht auf den Gesamtfluss
Pull Requests Review und Merge von Änderungen

So entsteht ein sauberer Fluss:

Discussion → Issue → Project → Branch → Pull Request → Merge

Natürlich braucht nicht jedes Thema jeden Schritt, aber die Rollen sollten klar bleiben.


8. Merge-Regeln

Teams sollten einen einheitlichen Stil haben.

Für viele Teams ist sinnvoll:

  • kleine bis mittlere Änderungen per Squash Merge
  • nur gemergte PRs, die reviewbar und nachvollziehbar sind
  • keine wilden Direkt-Commits auf wichtige Hauptbranches

Wichtiger als die exakte Merge-Methode ist Konsistenz.


9. Gute tägliche Zusammenarbeit auf GitHub

Vor dem Start

  • Ist das Thema als Issue sichtbar?
  • Ist Priorität klar?
  • Weiß jemand, wer Owner ist?

Während der Arbeit

  • Arbeite auf einem passenden Branch
  • halte Änderungen thematisch sauber
  • öffne Draft PR früh genug

Vor dem Merge

  • Ist die Beschreibung klar?
  • Ist Review möglich?
  • Sind relevante Links zu Issue oder Project enthalten?

Anti-Patterns

Vermeidet:

  • Arbeiten ohne Issue bei wichtigen Themen
  • riesige PRs mit vielen unabhängigen Änderungen
  • Reviews ohne konkreten Nutzen
  • unklare Ownership
  • Diskussionen im Nirgendwo statt im passenden GitHub-Raum

Kurzregel

Gute GitHub-Kollaboration macht Arbeit sichtbar, verantwortlich, reviewbar und über Zeit nachvollziehbar.


Qualitäts-Check

  • Wichtige Arbeit hat ein Issue
  • Die Aufgabe ist in Projects sichtbar, wenn sie priorisiert werden muss
  • Der Branch ist thematisch sauber
  • Der PR erklärt What, Why und Validation
  • Review ist konkret und hilfreich
  • Der Merge hinterlässt einen nachvollziehbaren Stand